Typenkompass

356

Porsche 356

Ferry Porsche beschreibt die Entstehung des ersten Fahrzeugs mit dem Namen Porsche: "Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen." Am 08. Juni 1948 war es soweit und die Zulassung wurde erteilt. Dem Einzelstück Porsche 356/1 Nr. 1 Roadster folgen noch ganze vier Generationen des Typs 356. Neben Serienmodellen werden auch Sportmodelle gebaut. Die ersten Erfolge im internationalen Motorsport lassen damit nicht lange auf sich warten.

912

Porsche 912

1964 und 1965 wurden der Porsche 356 und der Porsche 911 parallel gebaut. 1965 wurde die Produktion des Porsche 356 dann endgültig eingestellt. In der Zeit wurden immer wieder Kundenstimmen laut, wonach der 911 gegenüber dem 356 zu teuer sei. Um diesen Kunden ein ebenfalls attraktives Fahrzeug anbieten zu können wurde 1965 der Porsche 912 anstelle des Porsche 356 in das Programm aufgenommen. Der Porsche 912 ist die einfacher ausgestattete Variante des Porsche 911. Ausgestattet mit dem 4 Zylinder Motor und 90 PS des Porsche 356, besaß der 912 in der Grundausstattung auch nur drei Rundinstrumente im Armaturenbrett sowie ein 4-Gang Getriebe. Erst mit dem Modelljahr 1967 wurden 5 Rundinstrumente zur Serie. Zusätzlich konnte der Porsche 912 jetzt auch als Targa mit falbarer Heckscheibe erworben werden. Identisch zum Porsche 911 wurde der Radstand vergrößert, was verbesserte Fahreigenschaften zur Folge hatte. 1969 wurde die Produktion des Porsche 912 wieder eingestellt.

Speziell fur den US-Markt wurde zum Modelljahr 1976 der Porsche 912 E wieder in das Programm aufgenommen. Hintergrund war auch hier ein fehlendes preiswertes Modell. Verbaut wurde ein Ableger des 2 Liter Motors aus dem Porsche 914. Allerdings mit L-Jetronic und abgasentgiftet, allerdings nach wie vor mit 90 PS. Basis war jetzt die Karosserie der nunmehr gebauten 911 G-Serie mit verzinkter Karosserie. 

911

Porsche 911

1963 wurde der Porsche als Nachfolger des Porsche 356 vorgestellt. Was damals nicht absehbar war: Über fünf Jahrzehnte später und aktuell in der achten Generation angekommen, ist der Porsche 911 das bekannteste Modell der Marke Porsche. Ursprünglich als 901 angedacht und präsentiert, musste die Bezeichnung auf 911 abgeändert werden. Dreistellige Zahlen mit einer Null in der Mitte waren bereits von einem anderen Fahrzeughersteller für Serienfahrzeuge geschützt worden. Mit dem Modelljahr 1965 begann die Serienproduktion, des in den nun folgenden Jahren und Jahrzehnten auch im Motorsport sehr erfolgreichen "Neunelfer". Es gibt kein anderes Modell in solch einer Anzahl an Ausführungen, Varianten und Weiterentwicklungen.

914

Porsche 914

1969 startete die Produktion eines "Volks-Porsche", einer Kooperation von Volkswagen und Porsche, dem Porsche 914. Der heckangetriebene Sportwagen mit Mittelmotor wurde als 914/4 bei Karmann gebaut. Der 4-Zylinder Boxermotor von Volkswagen leistete mit seinen 1,7 Litern 80 PS. Der bei Porsche in Stuttgart gefertigte Porsche 914/6 besaß hingegen den 6-Zylinder Boxermotor des 911 T, mit 2 Litern und 110 PS. Aufgrund der geringen Verkaufszahlen wurde der 914/6 bereits 1972 nicht mehr angeboten, wodurch nur noch 4-Zylinder Motoren verbaut wurden. Die Bezeichnung änderte sich in Folge auf 914 1.7 und 914 2.0. Zum Modelljahr 1974 wurde der Hubraum auf 1.8 Liter erhöht und zum Modelljahr 1975 wurden die Stoßfänger erneuert. 

Boxster

Porsche Boxster

Zum Modelljahr 1997 führte Porsche eine Roadster mit Mittelmotor ein: Den Porsche Boxster. Boxster ist ein Kunstwort und auf die Wörter Boxer und Roadster zurückzuführen. Für die Form des Boxster standen sowohl der Porsche 550 als auch der 718 RS 60 Pate. Beides offene Rennsportfahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren. Ebenso hatte der Porsche 356/1 Nr. 1 Roadster Einfluss auf die Formgebung. Mit der Markteinführung des Porsche Boxster wurden überwiegend Teile verbaut, welche nur ein Jahr später beim Porsche 996 ebenfalls zum Einsatz kamen. Die Form beider Baureihen ähnelte hierdurch in vielen Punkten. Der Porsche Boxster befindet sich aktuell in der vierten Generation. 

Cayman

Porsche Cayman

Der Porsche Cayman basiert auf der Technik des Porsche Boxster und ist die geschlossen Variante (Coupe) des Roadster. Die Markteinführung erfolgte zum Modelljahr 2006 mit dem Cayman S, Porsche intern auch als 987 C geführt. Dem Boxster 981 folgte der Cayman 981 C. Mit der aktuellen Baureihe des Boxster wurde parallel auch die dritte Generation des Cayman eingeführt. Der einheitliche Modelltyp 718, Porsche intern auch 982 genannt, wird um die Namen Boxster und Cayman ergänzt.

Panamera

Porsche Panamera

2009 startete Porsche die Produktion einer Kombilimousine mit Frontmotor. Den Porsche Panamera. Der V8- als auch der Turbomotor stammten aus dem Cayenne. Erst einige Monate später folgte ein V6 sowie ein Hybrid. 2011 folgte noch ein Dieselaggregat, welches dem 3 Liter Diesel des Audi A8 entspricht. Das Dieselaggregat wird seit Mitte 2017 nicht mehr angeboten. Verschiedene Anbauteile des Porsche intern bezeichnete 970 sind aus Aluminium gefertigt. Hintergrund war die Gewichtsreduktion der schon recht großen Reiselimousine.

2013 erfolgte das Facelift des Typs 970 bevor 2016 die zweite Generation, in Form des Typs 971, in den Verkauf ging. Bei beiden Generationen wurde eine Langversion gebaut. Mit dem in 2013 eingeführten Facelift wurde auch eine, gegenüber der Basisversion, 15 Zentimeter längere Executive angeboten. Identisch dann auch bei der zweiten und aktuellen Generation des Typs 971. Diese wurde im November 2017 präsentiert. Seit Ende 2017 wird der Panamera auch als Sport Turismo verkauft.

Cayenne

Porsche Cayenne

Mit dem Porsche Cayenne wurde die Modellpalette im Jahr 2004 erstmals um einen SUV erweitert. Aufgrund der Kooperation von Porsche und Volkwagen sind der Porsche Cayenne, der VW Touareg und der Audi Q7 auf die gleiche Basis zurückzuführen. Der Cayenne wird aktuell in der dritten Generation gebaut. Aus der dritten Generation des Cayenne heraus wurde 2019 der Porsche Cayenne Coupe eingeführt.

Macan

Porsche Macan

Der Porsche Macan ist ein SUV und gilt als der kleinere Bruder des Porsche Cayenne. Mit der Markteinführung 2014 erfolgte der Verkauf des Macan S. Der Antriebsstrang des Porsche Macan ist längs zur Fahrtrichtung verbaut. Das Konzept entstammt der Volkswagen AG. Der Porsche Macan basiert auch auf dem Audi Q5, dessen Typenzulassung der Macan übernommen hat. 

959

Porsche 959

1986 baut Porsche einen Supersportwagen der zeitgleich als das schnellste straßenzugelassene Serienfahrzeug gilt: Der Porsche 959. Mit einem 6 Zylinder Boxermotor und 450 PS ausgestattet, folgen auch Fahrzeuge mit 515 PS in Form der Sportversion 959 S . Der überhaupt erste mit Registeraufladung versehene Serienmotor wird generell luftgekühlt. Die Zylinderköpfe hingegen sind wassergekühlt.

Der Typ 959 wurde speziell im Rallyesport eingesetzt. Neben der Rallye Paris-Dakar konnte u.a. auch die Pharaonen-Rallye gewonnen werden. Auf Basis des Porsche 959 entstand für die Rundstrecke der Porsche 961.

Carrera GT

Porsche Carrera GT

Der Porsche Carrera GT, Porsche intern Typ 980 genannt, ist ein Supersportwagen. Das Monocoque des Carrera GT ist vollständig aus CFK (kohlenstofffaserverstärker Kunststoff) gefertig und damit das erste Serienfahrzeug dieser Bauweise. Die serienmäßige PCCB (Porsche Ceramic Composite Brake) Keramik-Bremsanlage verzögert bei einer Geschwindigkeit von 250 km/h um rund 13m/s². Gleichzeitig erlaubt der erstmals im Serienfahrzeug eingesetzte V10 Motor mit 612 PS Höchstgeschwindigkeiten nahe 330 km/h, bei einer Beschleunigung von rund 10 Sekunden von 0 auf 200 km/h. 

Entgegen anderer Supersportwagen, wie dem Porsche 959, wurde der Carrera GT nie für Rennen eingesetzt. Obwohl der Motor als auch das Chassis für den Langstreckensport erprobt waren, wurde der Carrera GT rein als Serienfahrzeug umgesetzt.

787

Porsche 787

Aufgrund einer Reglementänderung konnte Porsche 1961 mit nur wenig Aufwand die in der Formel 2 eingesetzten Fahrzeuge auch in der Formel 1 einsetzen. Der 787 war demnach die geringfügige Weiterentwicklung des 718/2 Monoposto mit 1,5 Liter Fuhrmann-Motor und 190 PS Leistung. Sowohl die Motorleistung als auch das Fahrverhalten waren wenig konkurrenzfähig. Dan Gurney konnte 1961 daher nur einen vierten Gesamtrang in der Weltmeisterschaft erreichen. Bereits 1962 wurde der 787 durch den neu entwickelten Porsche 804 und einem 8 Zylinder Motor abgelöst.

804

Porsche 804

1962 starte Porsche mit dem 804 bei der Formel 1. Eine Änderung des Reglements erlaubte Porsche mit nur wenig Änderungen die bisher in der Formel 2 eingesetzten Fahrzeuge nunmehr in der Formel 1 einzusetzen. Der in 1961 hierfür entwickelte 787 war jedoch hinsichtlich Motorleistung und Fahreigenschaften deutlich unterlegen, worauf Porsche den Bau eines völlig neuen Monoposto vorantrieb. Anstelle der bisher verwendeten 4 Zylinder Motoren wurde nunmehr ein 8 Zylinder angedacht. Der von Hans Metzger entwickelte Motor des Typs 753 konnte jedoch nicht schnell genug umgesetzt werden. Für die Testfahrten setze Porsche daher noch auf den 4 Zylinder Motor des 787. 

Insgesamt konnte Porsche mit dem 804 zwei Gesamtsiege erringen. Beim Großen Preis von Frankreich gewann Dan Gurney einen Lauf zur Weltmeisterschaft. Nur eine Woche später gewann ebenfalls Dan Gurney den Großen Preis der Solitude, welcher allerdings nicht zur Weltmeisterschaft zählte. Porsche stellte noch vor dem Saisonende 1962 sein Aktivitäten im Formelsport ein. Porsche wollte sich, nicht auch zuletzt aus Kostengründen, eher den seriennahen Rennklassen widmen. 

961

Porsche 961

Der Porsche 961 ist ein Einzelexemplar und speziell für die Rundstrecke konzipiert. Er basiert auf dem Porsche 959, welcher wiederum sehr erfolgreich im Rallyesport eingesetzt wurde. Der allradangetriebe Porsche 961 sollte in der GTX-Klasse starten, weshalb er auch als 961 IMSA-GTX Coupe vorgestellt wurde. Der Klassensieg bei den 24 Stunden Le Mans sowie ein siebter Gesamtrang waren das Ergebnis des 680 PS Boliden beim ersten Einsatz 1986. Ein Jahr später konnte an den Erfolg des Vorjahres nicht angeschlossen werden, da der Wagen verunfallte. Porsche stellte die Weiterentwicklung des Fahrzeug ein, wodurch es insgesamt nur zu drei Renneinsätzen des 961 kam.

RS Spyder

Porsche RS Spyder

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